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Klimacamp 2011

15. Oktober: Europaweiter Aktionstag

Inspiriert von den arabischen Aufständen gehen seit Monaten in immer mehr Ländern Menschen auf die Straße. In Europa geschah das zuerst in Spanien am 15. Mai, wo sie im ganzen Land Plätze besetzten und unüberhörbar ihre Forderung nach echter Demokratie erhoben. Wenige Wochen später folgten ihnen die Griechen und besetzten ebenfalls viele Plätze im ganzen Land.

Am 19. Juni demonstrierten in Madrid Hunderttausende gegen die Politik der Europäischen Union. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Euro-Pakt-Plus, ein Projekt, das vor allem von der deutschen Bundesregierung mit großer Vehemenz in Brüssel vorangetrieben wird und alle Eurostaaten auf einen strikten Sparkurs festlegen soll. Sparkurs bedeutet dabei nicht etwa, dass die Reichen, die in den vergangenen Jahren durch ihre Profite eine große Mitschuld an der gegenwärtigen Wirtschaftskrise tragen, zur Kasse gebeten werden, sondern das vor allem diejenigen bezahlen sollen, die vorher schon unter dieser Politik zu leiden hatten.

Noya ruft deshalb dazu auf, am 15. Oktober aktiv zu werden, der Empörung über den immer weiter um sich greifenden Demokratienotstand kund zu tun und ein Zeichen der europäischen Solidarität zu setzen.

 

Über uns

Wir sagen NO! ...

... zu einer Globalisierung, in der offene, deregulierte Märkte für Waren, Kapital und Dienstleistungen Maßgabe der Politik sind
... zu einer Globalisierung, in der die Ausgestaltung des Welthandels reichen Ländern nutzt, armen Ländern die Entwicklung verwehrt; den Reichen quer über alle Grenzen auf Kosten der Armen dient
... zu einer hemmungslosen Privatisierung öffentlicher Güter
... inbesondere zu einer Privatisierung und Ökonomisierung von Wissen und Bildung
... zu einer Abschottung gegen Menschen aus armen Ländern!


Wir lehnen diese neoliberale Globalisierung ab, die eine Welt schafft, wie wir sie nicht haben wollen.

 

Wir wollen YA! ...

... eine solidarische Welt, in der Mensch und Umwelt vor Profite gehen
... eine Globalisierung sozialer und ökologischer Regulierungen
... eine Welt ohne Armut, in der alle Menschen in Würde leben können
... solidarisches Wirtschaften und einen gerechten Zugang zu öffentlichen Gütern!


Wir wollen eine andere Globalisierung für eine gerechte Welt.

 

Wir verstehen uns als ein Netzwerk junger aktiver und aktiv werdender Menschen, die neoliberal gestaltete Globalisierung kritisieren und für eine ökologisch und sozial gerechte Welt streiten.

 

Wir sind ein offenes, globalisierungskritisches Jugendnetzwerk unter dem Dach von Attac. Wir setzen Schwerpunkte zu Themen, die junge Menschen bewegen.

 

Wir drücken unseren Protest auf vielfältige Weise aus und halten gewaltfreien zivilen Ungehorsam in bestimmten politischen Situationen für legitim und notwendig!

 

Wir liebäugeln mit der Idee Solidarischer Ökonomie, mit Bildung für Alle und Bildung von Unten, mit Kulturfl atrates und mit einer radikal demokratisierten, sozialen und friedlichen EU, in der wir gutes Essen bekommen (Genfood stinkt!) und es Menschen andernorts nicht verwehren (EUSubventionen? Ohne uns!) und in der niemand ausgegrenzt wird (Stichworte: Abschiebelager, Hartz IV...)!

 

Wir wollen die Vielfalt der jungen globalisierungskritischen Bewegung zusammenbringen: Zum Austausch und zur Diskussion, zu gemeinsamen Aktionen und Kampagnen - weil wir alle zusammen stärker sind als alleine.

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